Das Ketteler Krankenhaus verfügt über 2 moderne Herzkatheterlabore, um Herzkatheteruntersuchungen, Herzschrittmacher- und Defibrillatorimplantationen durchzuführen.
Eine Besonderheit des Ketteler Krankenhauses: Die Herzkatheteruntersuchung wird in den meisten Fällen über das Handgelenk durchgeführt, um den Patienten schonender zu untersuchen. Mit dieser Methode können nicht nur die Untersuchungen, sondern auch die Aufdehnung und Stentimplantation verengter Herzkranzgefäße durchgeführt werden.
In unserem Herzkatheterlabor werden sämtliche Methoden der invasiven Kardiologie durchgeführt. Dazu gehört auch die Messung der fraktionellen Flussreserve (FFR), die bei grenzwertigen Gefäßverengungen hilft, die Bedeutsamkeit der nachgewiesenen Verengung zu beurteilen.
Eine weitere wichtige Methode ist der intrakoronare Ultraschall (IVUS), der bei komplizierten Interventionen hilft, die Patientensicherheit und den langfristigen Erfolg der Maßnahmen zu verbessern. Der IVUS hilft bei der Planung komplexer Interventionen und die erforderliche Stentgröße exakt zu bestimmen.
Bei stark verkalkten Verengungen steht uns die sog. Rotablationsatherektomie zur Verfügung – ein feiner Bohrkopf, mit dem sehr harte Verengungen eröffnet werden können, die mit dem Ballon nicht zur eröffnen sind.
Als weiteres Verfahren zur Behandlung schwer verkalkter Gefäßverengungen setzen wir seit 2022 ein ultraschallbasiertes Verfahren, die Koronare Lithoplastie, ein.
Zur Steigerung der Patientensicherheit wird in besonderen Fällen ein Kreislaufunterstützungssystem (IMPELLA) eingesetzt.
Zusätzlich zur Koronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße) werden auch Rechtsherzkatheteruntersuchungen mit der Fragestellung Lungenhochdruckerkrankung und Herzklappenfehler durchgeführt.
Herzschrittmacher- und Defibrillatorimplantationen werden schonend in Lokalanästhesie von erfahrenen Kardiologen in unserem Herzkatheterlabor durchgeführt.
Bei Patienten mit wiederholt auftretenden Rhythmusstörungen (Vorhofflimmern, Vorhofflattern, sog. AV-Knoten-Reentry-Tachykardieen) erfolgen sog. Ablationsbehandlungen mit unterschiedlichen Techniken.
In vielen Fällen sind ambulante Operationen möglich. Für die ambulanten Operationen ist ein schöner Ambulanzbereich neu eingerichtet worden, in dem die Patienten von ausgebildeten Intensiv- und Anästhesiepflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten vor und nach dem Eingriff betreut werden.