Eine Person mit blauen Handschuhen hält ein medizinisches Endoskop und bereitet sich auf die Durchführung eines Eingriffs vor. Der Hintergrund ist unscharf, sodass das Instrument und die behandschuhten Hände im Mittelpunkt stehen.

Endoscopy beyond the Scope

Vom 19. bis 21. März findet im Congress Center Würzburg der 54. Kongress der Deutschen
Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren e.V.(DG-EBV) statt.
Tagungspräsidentin ist Prof. Dr. Andrea Riphaus, Chefärztin der Medizinischen Klinik I am
Ketteler Krankenhaus Offenbach. Die Vorsitzende der DG-EBV zählt europaweit zu den
Experten auf dem Gebiet der Endoskopie. Prof. Riphaus publiziert in nationalen und
internationalen Fachmagazinen und ist Mitautorin der deutschen und europäischen Leitlinien
zum Thema Sedierung bei endoskopischen Untersuchungen.
Unter Endoskopie versteht man die Untersuchung von Körperhöhlen und Hohlorganen
mittels biegsamer Schläuche (Endoskope). So lassen sich in insbesondere der Magen-
Darmtrakt von innen betrachten und diagnostizieren. Mit den modernen Methoden lassen
sich dabei auch Gewebeproben entnehmen (Biopsien) oder auch gleich minimal-invasive,
‚operative‘ Eingriffe durchführen (z.B. Darmpolypen oder frühe Formen von Tumoren
entfernen).

„Endoscopy beyond the Scope“ lautet das Motto des diesjährigen Kongresses, in dem
Experten aus aller Welt über den ‚Tellerrand‘ der Endoskopie blicken. Unter anderem geht es
um neue Entwicklungen in der interventionellen Endoskopie, die Perspektiven der
künstlichen Intelligenz sowie die Ambulantisierung. Und auch die Pflege hat dabei ein
wichtiges Wort mitzureden.
„Durch die in den letzten Jahren zunehmend etablierten Methoden der interventionellen
Endoskopie können wir am gesamten Magen-Darm Trakt – zu dem auch die Gallenwege und
die Bauchspeicheldrüse gehören – auf schonende Weise Befunde behandeln, die früher
einer Operation bedurften“, so Prof. Riphaus. „Der Kongress bietet verschiedenen
Fachgesellschaften den wissenschaftlichen und persönlichen Austausch, um die Versorgung
unserer Patienten auf den neuesten Stand zu bringen. Insbesondere der
Arbeitsgemeinschaft Junge Endoskopie der DGE-BV kommt mit einem
eigenen Kongresstag ein hoher Stellenwert zu. Hier hat die nächste Generation von
Endoskopikern und Endoskopikerinnen die Möglichkeit durch Hands-on Workshops
sämtliche Techniken bereits frühzeitig an Modellen zu erlernen.“

Auch am Ketteler Krankenhaus Offenbach nehmen die modernen endoskopischen Verfahren
einen wichtigen Stellenwert ein. Zum Leistungsspektrum der Medizinischen Klinik I unter
Prof. Riphaus zählen u.a. endoskopische Untersuchungen des oberen und Magen-Darm-
Traktes, die Enddarmspiegelung (ggf. mit Behandlung von Enddarmleiden, Hämorrhoiden),
Abtragung von Neubildungen wie Polypen und krankem Gewebe im Magen-Darm-Trakt,
Bougierung und Dilatation von Engstellen im Magen-Darm-Trakt, Einbringung von Drainagen
und Stents (z.B. in die Gallenwege), Blutungsstillung am Magen-Darm-Trakt mittels Clips, die
endoskopische Anlage von Ernährungssonden bei Schluckstörungen oder die Spiegelung
und Darstellung des Gallengangsystems und der Bauchspeicheldrüse inklusive
therapeutischer Eingriffe (z.B. Entfernung von Gallensteinen, Einbringung von Drainagen bei
Tumorleiden der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse).

Veröffentlicht am: 24. Februar 2025

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