Ein lächelnder Arzt zeigt einer schwangeren Frau, die auf einem Untersuchungstisch sitzt, ein Tablet. Der Arzt trägt einen weißen Kittel und ein Stethoskop. Die Umgebung ist hell, mit einem Fenster und medizinischen Postern im Hintergrund.

Mit Lachgas gegen Schmerzen unter Geburt

Zur Linderung der Schmerzen unter der Geburt bietet das Ketteler Krankenhaus Offenbach mit Lachgas nun eine zusätzliche Option. Es stellt eine gute Alternative zur Periduralanästhesie (PDA) dar und ermöglicht der Mutter ein ungehindertes Geburtserlebnis.

„Lachgas wird in der Medizin schon seit längerer Zeit eingesetzt, zum Beispiel in der Zahnmedizin“, erklärt Dr. Lars Schröder, Chefarzt der Frauenklinik. „Der Einsatz unter Geburt hält in Deutschland erst langsam Einzug. Dabei ist es eine hervorragende Möglichkeit für Frauen, die Angst vor einer Betäubung durch PDA haben, oder nicht mit den Schmerzen zurechtkommen.“

Nebenwirkungen: „Die Mischungsrate ist Lachgas und Sauerstoff (50:50)“, sagt er. „Lachgas wirkt wie eine Maske eingepflegt. Es ist jedoch möglich, dass die Dosierung selbstregulierend ist.“ Frauen können die Dosis selbst bestimmen und entscheiden, wie viel sie brauchen.

„Gerade während der Wehen, wenn die Schmerzen zunehmen, können die Frauen selbst bestimmen, wie viel sie vom Lachgas inhalieren möchten“, ergänzt Dr. Schröder.

Zudem kann es auch noch nach der Geburt zur Versorgung kleinerer Geburtsverletzungen zum Einsatz kommen. Ist die Geburt die notwendige Durchführung eines Kaiserschnitts gegeben, ist Lachgas nicht das Mittel der Wahl. Hier muss auf andere Narkoseverfahren zurückgegriffen werden, die im Ketteler Krankenhaus jedoch nahezu alle zur Verfügung stehen.

Dr. Schröder resümiert: „Lachgas ist eine tolle, zusätzliche Option der Schmerztherapie neben den etablierten Verfahren wie PDA, TENS, oder auch einer Narkose.“

Veröffentlicht am: 11. Januar 2025

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